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Ernährungsweise nach Hildegard von Bingen

Hildegard-Ernährungsweise

Hildegard Ernährungstherapie schützt und heilt

Durch diese Ernährungsweise ist es möglich, den Zivilisations- und Stoffwechselkrankheiten auf natürliche Weise vorzubeugen und sie ganzheitlich zu behandeln. Die Hildegard-Kost mit viel Dinkel, Obst und Gemüse sowie einem bewussten Umgang mit Fleisch, Fett und Milchprodukten hat sich als familienfreundliche Langzeitdiät bewährt.

Empfohlen nach Hildegard von Bingen:
  • Dinkel: Generell sind alle Dinkelprodukte sehr zu empfehlen (Habermus, Kernotto, Flocken, Mehl, Grieß, Nudeln, Spätzle, Dinkelmicromehl für Kleinkinder, Dinkelkaffee und Dinkelbier). Dinkelvollkornprodukte für Gesunde; bei Verstopfung Dinkelvollkorn, bei Durchfallneigung Dinkelweißmehlprodukte.
  • Obst: Äpfel, Birnen (ohne Birnenkochwasser), Quitten, Kirschen, Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Maulbeeren, Kornelkirschen, Hagebutten, Mispeln, Datteln, Mandeln, Walnüsse, Zitronen, Orangen.
  • Gemüse: Fenchel, Edelkastanien, Bohnen, Sellerie, Rote Beete, Möhren, Pastinaken, Kichererbsen, Kürbis, Knoblauch, Zwiebeln, Rettich und Meerrettich, Spargel, Schwarzwurzel, Topinambur, Spinat, Mangold, Erbsen, Zucchini.
  • Salat: Kopfsalat mit Dinkelkörnern, Eisbergsalat, Lollo Rosso, Feldsalat.
  • Fleisch: Geflügel und Pute, Strauß, Fasan, Lamm, Ziege, Reh und Hirsch.
  • Fisch: Hecht, Saibling, Felchen, Bach- und Seeforelle, Kretzer, Barsch, Kabeljau und Dorsch.
  • Sauermilchprodukte: Biojoghurt, Kefir, Buttermilch, Weichkäse, Quark, Hüttenkäse, Camembert, Frischkäse (für "Dicke"), Hartkäse, Schweizer Käse (für "Dünne"). Keine unnatürlichen Joghurts (z. B. LC1, Yakult).

Küchengrundlagen & Ernährungshinweise

Salz: Nie salzlos essen, denn „Salz ist sehr warm… und zu vielem nützlich. Wer Speisen ohne Salz isst, wird innerlich schwach.“ Bitte auf gute Qualität achten.

Weinessig: „Taugt als Zusatz zu allen Speisen, wenn er nicht vorschmeckt. Er reinigt das Stinkende (Blähungen und Gase), reduziert schlechte Säfte und sorgt für den rechten Verdauungsweg.“

Fett und Öl: Butter, kaltgepresstes Sonnenblumenöl, Kürbisöl, Walnussöl, Mandelöl, Kokosöl (zum Kochen, Braten, Backen und zur Hautpflege – nicht mit Palmöl verwechseln!).

Getränke: Unbedenkliches Leitungswasser ist Mineralwasser vorzuziehen (Mineralwasser kann „verschleimen“). Ideal sind Tees (Fenchel, Grüne Mischungen, Melisse, Brennnessel, Salbei, Lavendel), Dinkelbier und gelöschter Wein – am besten zu den Mahlzeiten trinken.

Wichtige Hinweise:
  • Küchengifte: Keine Erdbeeren, Pfirsiche, Zwetschgen oder Pflaumen. Keinen Lauch/Porree. Nachtschattengewächse sind nicht empfehlenswert.
  • Rohkostverbot: Kein Frischkorn-Brei, Müsli, gekeimte Sprossen, Grünkern oder Keimlinge.

Die Universalgewürze

Bei bestimmten Erkrankungen empfehlen wir eine Vielzahl an Kräutern und Gewürzen:

  • Bertram: (1–3 Msp. in jedes Essen) „...lässt nichts unverdaut, bereitet gute Verdauung, leitet schlechte Säfte aus, gibt Gesundheit zurück.“ Ideal bei Pilzinfektionen.
  • Quendel: (1–3 Msp. in jedes Essen) „Das Körperfleisch wird innerlich gereinigt und geheilt.“ Besonders förderlich für die Hautdurchblutung.
  • Galgant: Die scharfe Ingwer-Wurzel sorgt für eine gute Durchblutung und Vitalisierung.
  • Poleiminze: (1–3 Msp. in jedes Essen) Universalgewürz bei Darminfektionen. Reinigt und heilt den Magen-Darm-Trakt bei Belastungen.

Diese Auflistung ist natürlich keineswegs vollständig und soll nur als Anregung dienen. Wir wünschen Ihnen guten Appetit und eine gute Gesundheit mit unseren Produkten.