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Betonikakraut

Betonica officinalis L., Stachys officinalis

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Betonikakraut
Betonikakraut

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung galt das Betonikakraut als vielseitiges Frauenkraut und wurde traditionell dem weiblichen Zyklus sowie dem Bereich von Stimmung und Nerven zugeordnet.

Zutaten

Betonikablätter und Rotwein.

Zubereitung

Für den Betonika-Wein 5 EL zerkleinerte Blätter über Nacht in 1 l Rotwein ziehen lassen, am Morgen abseihen und abfüllen.

Hinweis

Als Schlafkissen bei Schlaflosigkeit oder Albträumen 200 g frische oder getrocknete Betonikablätter in ein Kräuterkissen füllen und neben das Kopfkissen legen.

Pflanzenkundliches

Der Heil-Ziest zählte fast zwei Jahrtausende zu den meistempfohlenen Heilpflanzen Europas. In der Pflanzenheilkunde werden ihm unter anderem blutdrucksenkende, antioxidative, keim- und entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben; als Bittermittel gilt er zudem als verdauungsanregend.

Quellen & Belegstellen

  1. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014. S. 50.
  2. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). Cap. 1-128 (Betonienkraut).
  3. Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen. Gräfe und Unzer Verlag 2015. S. 67.
  4. Breindl, Ellen: Das große Gesundheitsbuch der Hl. Hildegard von Bingen. Bassermann Verlag 2004. S. 168.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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