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Kalbsfußknochen-Brühe

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Kalbsfußknochen
Kalbsfußknochen

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Küche als kräftigendes Lebensmittel geschätzt und traditionell dem Bereich von Knochen, Gelenken und Bindegewebe sowie einer bekömmlichen Ernährung zugeordnet.

Zutaten

1 Kalbsfuß (in Scheiben gehackt), Wasser, ½ Tasse Weinessig, 2 bis 3 Möhren, ¼ Sellerieknolle, 1 Petersilienwurzel, 1 Fenchelknolle, 1 große Zwiebel mit Schale (mit Lorbeer und Nelken gespickt), 3 Knoblauchzehen und Salz; nach Belieben Bertram, Galgant, Ysop, Muskat und Griechenklee-Mischpulver.

Zubereitung

Die Kalbsfußscheiben knapp mit kaltem Wasser bedecken, aufkochen, 3 Minuten sprudelnd blanchieren, abgießen und den Schaum abspülen. Erneut mit 3 bis 4 l Wasser und Salz bzw. Gemüsebrühe ansetzen und 2 bis 3 Stunden (bis zu 12 Stunden) köcheln. Etwa 30 Minuten vor Ende Gemüse und Gewürze zugeben und abseihen. Erkaltet geliert die Brühe; sie lässt sich portionsweise einfrieren.

Hinweis

Wie der Dinkel gilt die Brühe in der Hildegard-Küche als besonders wertvolles Lebensmittel.

Hintergrund

Die Brühe liefert Mineralstoffe und Spurenelemente (unter anderem Kalzium, Silizium, Magnesium, Schwefel) sowie Gelatine und Kollagen mit Chondroitinsulfat, Hyaluronsäure und der Aminosäure Glycin. Diesen Bestandteilen werden unterstützende Eigenschaften für Bindegewebe, Knochen und Gelenke zugeschrieben.

Quellen & Belegstellen

  1. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014. S. 153.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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