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Rebtropfen

Vitis vinifera

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Rebtropfen
Rebtropfen

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurden die Rebtropfen traditionell dem Bereich von Augen und Ohren zugeordnet.

Zutaten

Verwendet wird allein der Saft, der im Frühjahr aus den Schnittstellen des Rebstocks tritt; aufgefangen wird er in den Vormittagsstunden. Als Bestandteil wird unter anderem ätherisches Öl genannt.

Hinweis

Die ölige Zubereitung ist allein zum Einreiben rund um das Ohr bestimmt und wird nicht in den Gehörgang geträufelt.

Pflanzenkundliches

Rebtropfen sind kein Pflanzenteil im engeren Sinn, sondern der Blutungssaft der Weinrebe. Im Winter schneidet der Winzer die Rebe zurück; setzt der Saftstrom im Frühjahr wieder ein, tritt an diesen Schnittstellen Flüssigkeit aus, die tropfenweise aufgefangen wird. In der Literatur wird ihr die Aufgabe zugeschrieben, den Rebstock an den offenen Stellen vor Bakterien und Pilzen zu schützen; als Bestandteil wird ein ätherisches Öl genannt. Die Ernte ist damit an ein sehr enges Fenster gebunden: an das Frühjahr und an die Vormittagsstunden.

Quellen & Belegstellen

  1. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Rebtropfen

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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