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Schafgarbe

Achillea millefolium

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Schafgarbe
Schafgarbe

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde die Schafgarbe traditionell dem Bereich von Haut und äußerlicher Pflege zugeordnet.

Zutaten

Verwendet werden Blüten und Blätter, frisch oder getrocknet und pulverisiert.

Hinweis

Die Quellen nennen mehrere Vorbehalte: Wer auf Korbblütler wie Arnika überempfindlich reagiert, sollte Schafgarbe meiden; bei Berührung kann sie als Kontaktallergen einen Hautausschlag auslösen, und bei Dauergebrauch kann die Lichtempfindlichkeit zunehmen. Zu hoch dosiert kann sie eine entgegengesetzte Wirkung hervorrufen.

Pflanzenkundliches

Die Weiße Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und zählt zu den verbreitetsten Vertretern dieser Familie. Sie ist mehrjährig, winterhart und wächst auf sonnigen, trockenen Wiesen, an Weg- und Feldrändern und auf Schutthalden in den gemäßigten Zonen Europas, Amerikas und Asiens; die Wuchshöhe schwankt stark, von etwa 20 Zentimetern bis über einen Meter. Zu Frühjahrsbeginn bildet die Wurzel eine bodennahe Rosette aus fein wirkenden, zwei- bis dreifach fiederteiligen Blättern; die Blütenköpfchen messen nur rund fünf Millimeter und tragen schmutzigweiße Röhrenblüten und weiße bis purpurrote Zungenblüten. Der Artname millefolium spielt auf diese feine Fiederung an, der Gattungsname verweist auf den griechischen Sagenhelden Achilles, dem die Überlieferung eine Kenntnis der Heilkunde zuschreibt; volkstümliche Namen sind unter anderem Achilleskraut, Blutkraut, Frauenkraut und Grundheil, und der deutsche Name geht darauf zurück, dass Schafe sie besonders gern fressen. In der Physica trägt sie das Kapitel CAP. 1-113, in dem Hildegard sie als etwas warm und trocken beschreibt; ihr ätherisches Öl enthält bis zu 40 Prozent des blauen Azulens sowie Chamazulen, Campher, Pinen und Caryophyllen.

Quellen & Belegstellen

  1. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). CAP. 1-113.
  2. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.
  3. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.
  4. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Heilschätze. Schafgarbe, Veilchen, Galgant, Bertram. Knaur Verlag 2018.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Schafgarbe

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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