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Veilchen

Viola odorata

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Veilchen
Veilchen

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde das Veilchen traditionell dem Bereich von Haut und Augen zugeordnet.

Zutaten

Verwendet werden Blüten und Blätter, für den Presssaft auch die Wurzeln.

Hinweis

Im Zusammenhang mit dem Schutz wildwachsender Pflanzen wird das Veilchen in den Quellen ausdrücklich aufgeführt. Beim Sammeln in der Natur sind daher die geltenden Schutzbestimmungen zu beachten.

Pflanzenkundliches

Das Duftveilchen (Viola odorata) zählt zu den Veilchengewächsen (Violaceae); aus derselben Verwandtschaft stammt das wilde Stiefmütterchen, das die Quellen auf ähnliche Weise einsetzen. Es ist eine anspruchslose, niedrig bleibende Frühlingspflanze, deren violette Blüten schon durch ihren Duft auffallen; der Name führt über das mittelhochdeutsche viol auf das lateinische viola zurück. In der Physica steht das Veilchen im Kapitel CAP. 1-103, wo Hildegard es zwischen warm und kalt einordnet und schreibt, es wachse aus der Luft – aus der Milde, mit der die Luft nach dem Winter wieder warm zu werden beginnt. Für die überlieferten Zubereitungen wird der Saft aus Blättern, Blüten und Wurzeln gepresst oder das Kraut in siedendem Olivenöl ausgezogen; die in den Wurzeln enthaltenen Gerb- und Saponinstoffe dienen dabei als natürliches Konservierungsmittel. Das ätherische Öl trägt den charakteristischen Veilchengeruch, und in früheren Jahrhunderten galt es als modisch, ein Veilchensträußchen an der Brust zu tragen.

Quellen & Belegstellen

  1. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). CAP. 1-103.
  2. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.
  3. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.
  4. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Heilschätze. Schafgarbe, Veilchen, Galgant, Bertram. Knaur Verlag 2018.
  5. Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen. Gräfe und Unzer Verlag 2015.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Veilchen

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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