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Andorn

Marrubium vulgare

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Andorn
Andorn

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde Andorn traditionell dem Bereich von Atemwegen und Hals zugeordnet.

Zutaten

Das Kraut, frisch oder getrocknet; es enthält Bitterstoffe und ätherisches Öl.

Pflanzenkundliches

Der Andorn (Marrubium vulgare) ist ein Lippenblütler und erreicht 30 bis 60 Zentimeter Höhe. Die ganze Pflanze ist dicht filzig behaart; die rundlichen, runzeligen Blätter sind gestielt, die kleinen Blüten stehen in fast kugeligen Scheinquirlen. Auffällig sind die zehn zurückgebogenen, stechenden Kelchzipfel, die wie Widerhaken wirken. Genutzt wird das Kraut, frisch oder getrocknet; sein Bitterwert ist außergewöhnlich hoch, denn noch in einer Verdünnung von 1:3000 bleibt der Geschmack deutlich wahrnehmbar. Hildegard beschreibt ihn in der Physica als warm und saftreich, während er in der heutigen Pharmazie nur eine kleine Rolle spielt.

Quellen & Belegstellen

  1. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). Cap. 1-33.
  2. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.
  3. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.
  4. Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen. Gräfe und Unzer Verlag 2015.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Andorn

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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