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Liebstöckel

Levisticum officinale

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Liebstöckel
Liebstöckel

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde Liebstöckel traditionell dem Bereich von Hals und Atemwegen zugeordnet.

Zutaten

Verwendet werden die Blätter und das frische Kraut sowie die getrocknete Wurzel.

Hinweis

Die Literatur rät ausdrücklich, Auflagen am Hals nur unter ärztlicher Kontrolle vorzunehmen. Hildegard selbst hält den rohen Verzehr für ungünstig und empfiehlt, Liebstöckel nur zusammen mit anderen Würzen zu verwenden.

Pflanzenkundliches

Der Liebstöckel gehört zu den Doldengewächsen (Apiaceae) und wird ein bis anderthalb Meter hoch. Seine Dolden sind zusammengesetzt und von Hülle und Hüllchen begleitet, die einzelnen Blüten gelbgrün. Getrocknete Wurzelstücke zeigen einen porösen Holzkern, eine helle Rinde und dunkle Balsamgänge; ihr Geruch ist aufdringlich. Dieser Geruch erinnert an Fleischbrühe und trug der Pflanze den Beinamen »Maggikraut« ein — in der gleichnamigen Würze ist Liebstöckel allerdings nicht enthalten. Im mittelalterlichen Deutschland war die Pflanze bekannt; Hildegard nennt sie in der Physica von gemäßigter Wärme und beschreibt warme Auflagen aus Liebstöckel und Gundelrebe für den Hals sowie einen Weinansatz mit Salbei und Fenchel. Aus den Wurzeln lassen sich ätherische Öle gewinnen.

Quellen & Belegstellen

  1. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). Cap. 1-139.
  2. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.
  3. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Liebstöckel

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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