Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Schneller Versand
Service-Hotline 07704 9241-0 Service-Hotline 07704 9241-0

Salbei

Salvia officinalis

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Salbei
Salbei

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde Salbei traditionell dem Bereich von Verdauung und Hautpflege zugeordnet.

Zutaten

Verwendet werden die Blätter (Folia Salviae), frisch, getrocknet oder gepulvert.

Hinweis

Salbei enthält Thujon. Die Quellen merken an, dass bei übermäßigem Gebrauch Vergiftungen möglich sind, während er als Küchengewürz als unbedenklich gilt. Überliefert ist, dass Hildegard das Aufkochen statt des Aufgusses beschreibt – dabei entweicht ein Teil des Thujons mit dem Wasserdampf.

Pflanzenkundliches

Der Gartensalbei (Salvia officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wächst als behaarter Halbstrauch von etwa 30 bis 60 Zentimetern Höhe, trägt länglich-eiförmige Blätter und blauviolette Blüten, die in einer lockeren Ähre aus Scheinquirlen stehen; nahe verwandt ist der samtartig behaarte Salvia triloba. In der Physica steht Salbei im Kapitel CAP. 1-63: Hildegard ordnet ihn der warmen und trockenen Natur zu und schreibt, er wachse mehr aus der Sonnenwärme als aus der Feuchtigkeit der Erde. Die überlieferten Zubereitungsarten reichen vom rohen und gekochten Kraut über das mit Brot gegessene Pulver bis zum Ansatz in Wein oder Wasser. Häufig erscheint Salbei bei ihr auch als Beigabe in Mischungen, etwa mit Rose zu einem Pulver verrieben, das man an die Nase hält, oder mit Raute und Kerbel als Auflage.

Quellen & Belegstellen

  1. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). CAP. 1-63.
  2. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.
  3. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Salbei

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

‹ Zurück zum Lexikon