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Salbei-Blätter

Folia Salviae

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Salbei
Salbei

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Heilkunde vielseitig verwendet: traditionell dem Bereich von Blase und Harnwegen, der Ausleitung sowie – begleitend – dem Wohlbefinden bei Infekten zugeordnet.

Zutaten

Salbeiblätter, Wasser oder Wein.

Zubereitung

Bei Blasen-/Harnwegsbeschwerden: 1 EL Salbeiblätter mit 250 ml Wasser 1 Minute aufkochen und abseihen. Zur Ausleitung: 1 EL Salbeiblätter (frisch, getrocknet oder gepulvert) ins Essen oder auf Brot. Bei Brechreiz: 1 EL Salbeiblätter mit 250 ml Wein und 50 ml Wasser 1 Minute aufkochen, 1 EL Butter zufügen und abfiltern. Bei fieberhaften Infekten: 1 EL Salbeiblätter mit 250 ml Wein 1 Minute aufkochen und abfiltern.

Hinweis 4

Hildegard empfiehlt ausdrücklich das Aufkochen (statt eines bloßen Aufgusses), um über den Wasserdampf das Thujon zu vermindern. Überliefert ist ein maßvoller Gebrauch: größere Mengen (mehr als etwa 15 g Blätter oder 15 Tropfen Salbeiöl täglich) werden wegen des enthaltenen Thujons nicht empfohlen; Salbeitee eignet sich nicht als tägliches Getränk über lange Zeit.

Pflanzenkundliches

Dem Salbei werden reinigende, keimhemmende Eigenschaften zugeschrieben; traditionell wird er zur Ausleitung von Stoffwechsel- und Fäulnisstoffen verwendet. Der Salbei (Salvia officinalis) stammt aus dem Mittelmeerraum; verwendet werden die vor der Blüte geernteten Blätter des immergrünen Lippenblütlers.

Quellen & Belegstellen

  1. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014. S. 240.
  2. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014. S. 111.
  3. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). Cap. 1-63 (Salbei).
  4. Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen. Gräfe und Unzer Verlag 2015. S. 48.
  5. Breindl, Ellen: Das große Gesundheitsbuch der Hl. Hildegard von Bingen. Bassermann Verlag 2004. S. 268.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Salbei

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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