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Hirschzunge

Asplenium scolopendrium

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Hirschzunge
Hirschzunge

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde die Hirschzunge traditionell dem Bereich von Leber und Atemwegen zugeordnet.

Zutaten

Verwendet werden die Blätter (Wedel), frisch oder getrocknet.

Hinweis

Die Hirschzunge steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Naturschutz und darf dort nicht aus der Natur entnommen werden. Ware für Zubereitungen sollte daher aus Anbau oder aus dem Fachhandel stammen.

Pflanzenkundliches

Der Hirschzungenfarn gehört zu den Streifenfarngewächsen (Aspleniaceae), zu denen etwa auch die Mauerraute zählt. Er wächst ausdauernd, wird rund fünfzehn bis fünfzig Zentimeter hoch und bildet zungenförmige Wedel von zwanzig bis fünfzig Zentimetern Länge mit herzförmigem Grund, die in einer Rosette stehen; auf ihrer Unterseite sitzen die langgestreckten, rotbraunen Sporenbehälter, denen die Gruppe ihren Namen verdankt. Verbreitet ist er in weiten Teilen Europas an feuchten, kalkreichen Stellen: in Felsspalten, Schluchtwäldern, auf Kalkschutt und alten Mauern. Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter; genannt werden für sie Gerb- und Schleimstoffe, freie Aminosäuren, Polysaccharide und Bioflavonoide. In der Physica steht die Hirschzunge unter den Pflanzen des ersten Buches; Hildegard beschreibt sie als warm und bringt sie dort mit Leber, Lunge und Eingeweiden in Verbindung.

Quellen & Belegstellen

  1. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.
  2. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.
  3. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). Cap. 1-30.
  4. Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen. Gräfe und Unzer Verlag 2015.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Hirschzunge

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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