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Quendel

Thymus serpyllum

Historische Überlieferung – keine medizinischen Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen. mehr

Historische Pflanzenzeichnung: Quendel
Quendel

Überlieferung (Hildegard-Tradition)

In der Hildegard-Überlieferung wurde der Quendel traditionell dem Bereich von Haut und Gedächtnis zugeordnet.

Zutaten

Verwendet wird das blühende Kraut, also Blätter und Blüten, frisch oder getrocknet und im Mörser zu Pulver zerstoßen. Genannt werden ätherisches Öl mit vor allem Cymol, dazu Gerbstoff, Flavone und der Bitterstoff Serpyllen.

Pflanzenkundliches

Der Quendel, auch Feld- oder Sandthymian genannt, gehört zu den Lippenblütlern; er bildet einen niedrigen, aromatischen Halbstrauch von fünf bis dreißig Zentimetern Höhe. Seine Stengel liegen nieder oder steigen auf und wurzeln an den Knoten am Boden; die Blattstiele und der untere Blattrand tragen Wimperhaare. Vom Gartenthymian unterscheidet er sich durch die eher kopfigen Blütenstände aus Scheinquirlen; im Süden und im Alpenraum tritt die eng gefasste Art Thymus serpyllum allerdings nur vereinzelt auf. Sein ätherisches Öl enthält weniger Thymol und Carvacrol als das des Echten Thymians, dafür vor allem Cymol. Hildegard führt ihn in der Physica als warm und gemäßigt und bringt ihn dort mit Haut und Kopf in Verbindung.

Quellen & Belegstellen

  1. Hildegard von Bingen: Heilsame Schöpfung. Die natürliche Wirkkraft der Dinge (Physica). Hrsg. von der Abtei St. Hildegard, Eibingen. Beuroner Kunstverlag 2012 (4. Auflage 2024). Cap. 1-32.
  2. Strehlow, Wighard: Die Hildegard-Naturapotheke. Heilmittel und Rezepte von A bis Z. Knaur Verlag 2014.
  3. Strehlow, Wighard: Der Hildegard-Kompass. Die wichtigsten Heilmittel und Anwendungen. Knaur Verlag 2014.
  4. Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen. Gräfe und Unzer Verlag 2015.

Der Text dieses Eintrags ist eine eigenständige, sinngemäße Zusammenfassung auf Grundlage der genannten Werke – keine wörtliche Wiedergabe. Die Seiten- bzw. Kapitelangaben weisen die inhaltliche Herkunft nach. Hochgestellte Ziffern an einer Abschnittsüberschrift verweisen auf das Werk, dem dieser Abschnitt konkret folgt. Alle Rechte an den Originalwerken liegen bei den jeweiligen Autorinnen, Autoren und Verlagen.

Weitere Zubereitungen aus Quendel

Historische Überlieferung. Die vorstehenden Angaben geben wieder, wie dieses Mittel in der Tradition der Hildegard von Bingen beschrieben und verwendet wurde. Es handelt sich um kulturhistorische Informationen, nicht um medizinische Empfehlungen, Heil- oder Gesundheitsaussagen; sie ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

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